5. Tag

Nach einem Fotostopp am „Milemarker 0“ verließen wir Key West und fuhren auf dem Overseas Highway US-1 zurück bis zum „Bahia Honda State Park“ mit den schönsten Stränden der Keys und dem größten Silberpalmen-Bestand der USA. Einen guten Blick über die Insel bot dort das restaurierte Stück der Old Bahia Honda Rail Bridge, die ein Teil der Overseas Railroad war, die der Öl-Mogul Henry Flagler zwischen 1905 und 1912 errichten ließ. Der 1,5 km breite und 10 m tiefe Bahia Honda Channel mit entsprechend kräftigen Strömungen und anderen Hindernissen war dabei eine besondere Herausforderung gewesen. Eigentlich nicht überraschend, denn „Bahia Honda“ ist spanisch für „tiefe Bucht“. In der Folge wurden deshalb manche Arbeitstage auf zwei Schichten von je 45 Min. reduziert, um das Niedrigwasser nutzen zu können.

Kurz hinter dem Park erreichten wir anschließend die 1982 erbaute „Seven Mile Bridge“, die mit 11 km die längste der insgesamt 42 Brücken ist. Fast parallel dazu verläuft die alte Eisenbahnbrücke, die beim Bau 1908 als technisches Meisterwerk galt und 1970 das Fundament für die erste Straßenbrücke bildete. Heute kann man über sie zu Fuß zum winzigen Pigeon Key hinüberlaufen, mit alten Holzhäusern der Eisenbahngesellschaft und einer ehemaligen Forschungsstation der Universität Miami.

Auf Vaca Key bogen wir dann im 10.000 Einwohner-Städtchen Marathon zum Sombrero Beach ab, der in einer wohlhabenden Gegend liegt. Von den dort angeblich nistenden Kaninchenkäuzen ließ sich aber keiner sehen. Als wir später in Gould die US-1 verließen, gerieten wir mitten in die abendliche Rush Hour in Südmiami, so dass wir für die letzten 11 Meilen zum Hotel mehr als eine Stunde brauchten.

Blick auf die Old Bahia Honda Bridge.
Blick auf die Old Bahia Honda Bridge.

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