12. Tag

Am frühen Morgen waren die Temperaturen noch eisig, doch nach Sonnenaufgang wurde es dann schnell wieder deutlich wärmer. Nach einigen Fotostopps überquerten wir die bolivianische Grenze und fuhren in den Sajama-Nationalpark. Der gleichnamige Vulkan ist mit 6.542 m der höchste Berg Boliviens. Im Büro des kaum erschlossenen Parks im Dorf Sajama hing ein Diagramm mit den örtlichen Temperaturen im Jahresverlauf. Für den Beginn des Südwinters im April wies es durchschnittliche Tiefsttemperaturen von –5°C aus, in den folgenden Monaten fielen die Werte jedoch auf bis zu -15°C. Die ältere Dame, die uns die Eintrittskarten verkaufte, bot uns sogleich ihren Beutel mit getrockneten Koka-Blättern an, denen wir später einen recht widerlichen Geschmack attestieren konnten. Die Piste führte vorbei an vielen Queñua-Bäumen. Dieses nur 2-3 m hohe, teilweise windschiefe Nadelgehölz bildete den höchsten Wald des Landes. An der Laguna Huaynacota sahen wir noch eine Weile den im Vergleich zum Lauca-Park wenig scheuen Wasservögeln zu, bevor uns die Kälte wie am Vorabend früh in die Schlafsäcke trieb.

Quenua-Bäume vor Vulkan Sajama im bolivianischen Sajama-Nationalpark.

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