14. Tag

Die Fahrt weiter nach Süden führte uns in den Parque Nacional Volcán Isluga. Neben Alpacas und Lamas sahen wir auch einige Vizchachas und sogar ein halbes Dutzend Emas, die Strauße Südamerikas. Die karge Hügellandschaft mit wenig Vegetation war durchzogen von einem grünen Flusstal und einem relativ dichten Netz von Schotterpisten, die Beschilderung ließ allerdings arg zu wünschen übrig. So fanden wir zwar das Parkhauptquartier nicht, bogen aber mit Hilfe unserer GPS-Koordinaten wenigstens an der richtigen Stelle von der Ruta 603 nach Westen auf eine Nebenstraße ab, um zu den Baños de Puchuldiza zu gelangen. In einem Tal mit leichtem Bimsgeröll auf dem Boden befanden sich kleine Heißwasserpools mit farbigen Mineralablagerungen. In der Luft hing ein leichter Schwefelgeruch und ungefähr alle fünf Min. schossen an verschiedenen Stellen 3-4 m hohe, bis zu 85°C heiße Wasserfontänen in die Luft. Seltsamerweise steckte jedoch in der Öffnung des aktivsten Geysirs ein rostiges Metallrohr.

Auf der Weiterfahrt überholten wir zwei Lastwagen mit dicht zusammengepferchten Lamas auf der Ladefläche. Unterwegs stellten wir bei einem Stop fest, dass unser linkes Hinterrad ziemlich viel Luft verloren hatte. Nach dem Reifenwechsel wurde die Landschaft wieder karger, streckenweise wuchsen jetzt meterhohe Kakteen neben der Straße, die später über den schmalen Grad eines Hügelkamms führte. Links von uns verlief ein zerklüfteter Canyon mit einem grünen Flussbett auf dem Grund und auf der rechten Seite fiel der Hang in ein steiniges Tal ab. Kurz vor Huara verlief die Straße dann wieder ebenerdig, bevor sie schließlich auf die Panamericana traf, der wir nach Süden bis Pozo Almonte folgten.

Ein grünes Tal mit mäandrierendem Fluss im Parque Nacional Volcán Isluga.

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