16. Tag

Noch vor Sonnenaufgang machten wir uns mit Alcy auf den Weg zum Balzplatz des Cock of the rock auf dem Gelände der Lodge. Während der Paarungszeit im August und September versammeln sich die Männchen jeden Morgen gegen 6 Uhr und jeden Nachmittag ab etwa 16 Uhr an festen Orten, um mit Gesängen und Imponiergehabe interessierte Weibchen anzulocken. Der Weg zu dem dämmrigen Platz führte über einen etwa 2 km langen, schlammigen Pfad, der mehrere Bachläufe kreuzte und an einem kleinen Unterstand endete.

Kurz nach unserer Rückkehr zur Lodge setzte der Regen wieder ein. Raul entfernte mit einer Machete das Gestrüpp an der Seilbahn, dabei störte ihn die Nässe überhaupt nicht. Obwohl schon ein einziger Gang in den Wald ausreichte, um mit mehr oder weniger feuchter und schlammiger Kleidung zurückzukehren, hatte er jeden Tag saubere Sachen an. Dazu war es aber erforderlich fast täglich verschiedene Kleidungsstücke mit Öko-Waschmittel im Fluss durchzuspülen und dann in der Sonne zu trocknen.

Bevor er zum Mittagessen eine leckere Gemüsesuppe kochte, putzte Raul noch die Küche und bezog die Betten für die nächsten Gäste neu. Erst am Nachmittag setzte sich am grauen Himmel wieder die Sonne durch. Am Abend kamen Martha und Pepe mit ihren Gruppen zurück, begleitet von Wildon, einem 22-jährigen peruanischen Guide und der üblichen Küchenmannschaft, die bei Kerzenschein mit geübten Griffen in kurzer Zeit das Essen zubereitete.

Ein kleiner Wasserfall auf dem Gelände der Lodge.

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