19. Tag

Die Weiterfahrt nach Fresno führte zunächst durch flaches Land mit braunem, vertrocknetem Gras und ein paar Windrädern. In der Umgebung der Stadt gab es dagegen große Weinplantagen und Orangenhaine. An der Straße boten kleine Verkaufsstände frische Erdbeeren, Aprikosen, Pflaumen, Pfirsiche und gelbe Kirschen an. Über den Hwy 180, der in der Region auch Blossom Trail heißt, ging es dann hinauf in die Berge zum Kings Canyon-N.P.. Als wir im Visitorcenter erfuhren, dass viele der wenigen Übernachtungsmöglichkeiten schon ausgebucht waren, machten wir uns gleich auf den Weg zur Montecito Sequoia Lodge, wo wir eine rustikale Cabin bezogen, die nicht wie in Yosemite mit einer Elektroheizung, sondern mit einem Kanonenofen und einem Stapel Brennholz vor der Tür ausgestattet war. Es dauerte zwar fast eine Stunde das Feuer mit Streichhölzern, 2 Blatt Papier und ein paar kleinen Holzstückchen in Gang zu bringen, aber als die großen, noch leicht feuchten Scheite endlich leise knisternd brannten, verbreitete sich schnell eine wohlige Wärme. Eine feine Sache bei den kühlen Nachttemperaturen auf 2.502 m Höhe.

Da das Abendbuffet nur von 18-19 Uhr serviert wurde, machten wir am Nachmittag lediglich einen kleinen Ausflug zum Redwood Canyon Trailhead und spazierten dort bei vielstimmigem Vogelgezwitscher durch den Wald mit vielen Mammutbäumen. Teilweise großflächige Brandspuren an ihren Stämmen zeigten, dass diese Baumriesen in ihrem schon mehrere hundert Jahre dauernden Leben bereits das ein oder andere Feuer überstanden hatten. Obwohl am Parkplatz ein Schild darauf hingewiesen hatte, dass man sich in Bärengebiet befinde, zeigte sich auch hier keiner. Stattdessen entdeckten wir zwei Rehe und einen Specht. Im Regen kehrten wir schließlich zum Resort zurück.

Mammutbäume am Redwood Canyon Trailhead.

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