26. Tag

Der erste Abzweig vom Highway 101 W endete an den Sol Duc Hot Springs, die sich als drei gemauerte Becken entpuppten, die zum gleichnamigen Resort gehörten. Unterwegs hielten wir an den Salmon Cascades, mehreren Stromschnellen im Sol Duc River, an denen man im Herbst durchschnittlich 3,5 kg schwere Coho- bzw. Silberlachse springen sehen kann, die zu den kulinarisch besseren Lachsarten zählen. Durch die zunehmende Überfischung von Flüssen und Meeren kamen in den vergangenen Jahren aber immer weniger Fische.

Über eine weitere Seitenstraße gelangten wir zum Hoh Rain Forest Visitor Center. Die Hoh sind einer von acht Indianer-Stämmen, die noch heute auf der Olympic-Halbinsel leben. Der im Zentrum der Region liegende 2.432 m hohe Mount Olympus erhielt seinen Namen vom englischen Kapitän John Meares, der 1788 vom Anblick des Berges so beeindruckt war, dass er ihn nach dem mystischen Sitz der griechischen Götter benannte. Vier Jahre später trug Kapitän Vancouver den Namen offiziell auf seinen Karten ein und taufte den ganzen Gebirgszug Olympic Mountains.

Im Hoh Rainforest wuchsen Sitka-Fichten und Hemlock-Tannen durch die jährlich mehr als 4,20 m Regen (das ist mehr als überall sonst in den USA) und die Nebel des nahen Pazifiks in ungeahnte Höhen. Sitka-Fichten sind dort durchschnittlich 67 m hoch, manche erreichen sogar mehr als 90 m. Während der Hall of Mosses Trail durch dichten Regenwald mit vielen Flechten und Moosfarnen führte, die an einigen sehr verästelten Ahornbäumen besonders märchenhaft aussahen, war das Gebiet um den Spruce Nature Trail herum durch die dort lebenden Roosevelt Hirsche, von denen wir allerdings keinen zu Gesicht bekamen, deutlich offener, und der Waldboden mit großen Farnen bedeckt.

Zurück auf dem Highway 101 erreichten wir einige Kilometer später die Pazifikküste und passierten die Strände Ruby Beach, Beach 4 und Beach 3 bevor wir an der Kalaloch Lodge ankamen, die auf einer Klippe direkt über einem Strand mit Unmengen von Treibholz steht. Dort machten wir noch einen Abendspaziergang am Ozean mit seiner tosenden Brandung.

Ruby Beach im Olympic-Nationalpark.

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