19. Tag:

Pünktlich um 5.30 Uhr saßen wir beim Frühstück. Danach besuchten wir das Camp-Wasserloch, wo gerade eine kleine Gruppe Zebras trank. Unsere anschließende Morgenpirsch umfasste die nächstgelegenen Wasserlöcher östlich von Halali. Bei Goas sahen wir vier Zebras mit einigen Impalas und in Noniams zwei weitere Zebras. Außer Vögeln und Springböcken zeigten sich nur noch ein paar Giraffen. Den Abschluß der Rundfahrt bildete der Etosha-Lookout, ein Stück weit draußen in der Salzpfanne.

Wie es sich auf einer ordentlichen Safari gehört, waren wir um kurz nach elf zurück im Camp und verbrachten die Mittagshitze am dortigen Pool, dem größten im ganzen Park, den wir zur Abkühlung auch kurz aufsuchten. Um 14 Uhr fuhren wir dann wieder los, dieses Mal nach Westen. In Rietfontein beobachteten wir zwei alte Elefantenbullen beim genüßlichen Trinken und Baden. Auf der Ebene um Sueda und Salvadora standen und lagen anschließend hunderte Springböcke. An den Wasserlöchern selbst, die Dayne für Löwen und Geparden empfohlen hatte, oft sogar mit einem frischen Riss, waren dagegen keine Tiere zu sehen. Um die Strecke nicht zu lang werden zu lassen, fuhren wir zurück nach Rietfontein. Dort sahen wir die beiden Elefanten noch davonziehen, ansonsten tat sich in der nächsten Stunde bis zum einsetzenden Sonnenuntergang nichts mehr. Auf dem Rückweg zum Camp entschädigten uns aber noch zwei Löffelhunde nah neben der Straße für die verwaisten Wasserlöcher. Genau zu Toresschluß um 17.30 Uhr waren wir dann wieder in Halali. Aufgrund der vielen Heimkehrer hatte auf den letzten Kilometern eine Staubwolke wie dichte Nebelschwaden auf der Schotterpiste gestanden. Beim abendlichen Wasserloch-Besuch tat sich am Boden zuerst garnichts. Daher beobachtete ich die Fledermäuse genauer. Eine von ihnen flog in Form einer Acht immer wieder um den Scheinwerfer, in dessen Lichtkegel sich zahlreiche Insekten tummelten. Mit akrobatischen Manövern machte die Fledermaus dort fast jeden Anflug zu einem Jagderfolg. Später hörten wir wieder die Hyänen heulen, dann erschienen die beiden Schakale, erst danach der Hase und schließlich auch noch zwei Tüpfelhyänen. Als sie durstig das Wasser in sich hinein schlabberten, war das bis zu den Sitzbänken hinauf zu hören. Nach wenigen Minuten verschwanden sie dann wieder und die Nashörner ließen sich erst garnicht blicken. Dayne hatte erzählt, dass auch zwei Leoparden regelmäßig zum Trinken kommen würden, irgendwann zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht. Außerdem würden bei Dunkelheit oft Honigdachse die Mülltonnen durchstöbern und sich dabei von niemanden stören lassen.

Giraffen im Abendlicht im Etosha-Nationalpark.
Giraffen im Abendlicht im Etosha-Nationalpark.

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