24. Tag

Wir fuhren mit der Metro bis zur Station „Boro Hall“ am Rand von Brooklyn und liefen von dort durch das historische Viertel „Brooklyn Heights“ mit seinen braunen Backsteinhäusern zur Promenade am East River mit einer tollen Aussicht auf die Skyline von Manhattan. Im Zehnminuten-Takt sahen wir dabei die Rundflüge von „Liberty Helicopters“ starten und landen. Auf dem Gelände südlich der Brooklyn Bridge gelangten wir über eine Holzbrücke und durch einen schönen Park hinunter zum Flussufer. Wir spazierten dann über die Brooklyn Bridge und bogen anschließend am Rathaus vorbei nach Chinatown ab, das inzwischen große Teile von Little Italy assimiliert hat. Dort speisten wir zu dritt für insgesamt 30 US$ im Jing Fong-Restaurant, das mit 800 Plätzen das größte von New York ist. Das Gebäude ist von außen völlig unscheinbar, im Inneren gelangt man aber über eine lange Rolltreppe nach oben in den riesigen Speisesaal mit Drachenfiguren an den Wänden. Dort verständigte sich die Platzanweiserin über Funk mit einer der Servicekräfte, die uns an einen Tisch heranwinkte, an dem bereits ein Chinese mit seiner amerikanischen Frau und seiner Tochter saß. Diese hatte schon bei der Bertelsmann-Tochter BMG in Bielefeld gearbeitet und versicherte uns eine wirklich gute Wahl getroffen zu haben. Unablässig fuhren mehrere Kellnerinnen mit kleinen Wagen durch die Tischreihen, die mit den verschiedensten Dim Sum-Gerichten in runden Holztöpfchen bestückt waren. Was man essen wollte, kam auf den Tisch und wurde auf einer Karte in einer Tabelle vermerkt. Als wir schließlich satt und zufrieden an der zentralen Kasse bezahlten, war die Mittagszeit fast vorbei, der Saal hatte sich merklich geleert und ein Großteil der Mitarbeiter trugen große Schüsseln mit Reis und andere Speisen zu einigen rückwärtigen Tischen und begannen dort ihr Mahl einzunehmen.

Wir bummelten dann zurück zum Apartment und suchten dort im Internet ein Steakhouse in der Nähe, für ein stilvolles Abendessen am letzten Abend der Reise. Nur ein paar Blocks südlich des Tompkins Square fanden wir so das Buenos Aires (513 E 6th St.) mit sehr leckeren Steakgerichten und frisch geröstetem Brot mit Knoblauch-Kräuteröl oder marinierten Paprikawürfeln. Insgesamt fiel die Rechnung für vier Personen mit 150 US$ deutlich höher aus als am Mittag, für New Yorker Verhältnisse war sie aber durchaus angemessen. Zum Abschluss des Tages fuhren wir noch von unserem Apartment hinauf zum hauseigenen Rooftop im siebten Stock. Dort stand ein winterfest eingepackter Grill und man konnte zur einen Seite hin das neue World Trade Center und zur anderen Seite das Empire State Building sehen.

Typische Strassenansicht im East Village.
Typische Strassenansicht im East Village.

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