16. Tag

Ich wurde schon um 5.30 Uhr wach und sah aus dem Fenster die gerade aufgegangene Morgensonne am blauen Himmel. 10 Min. später saß ich im Auto und war unterwegs in Richtung Memorial Gate. Auf den ersten Kilometern gab es viele schöne Rückblicke auf das Hilltop Camp und die ersten Tiere, denen ich begegnete, waren natürlich wieder vier Nashörner. An einer Wasserstelle sah ich zudem eine Leopard-Schildkröte und an einem Viewpoint auf den Hluhluwe River, in dessen Schleife noch etwas Wasser stand, eine Nyala-Familie und einen Kapgeier, der sich den höchsten Baum der Umgebung als Ausguck ausgesucht hatte.

Nach dem Frühstück fuhren wir noch einmal bis zum Memorial Gate und sahen unterwegs weitere Nashörner sowie eine gemischte Tiergruppe mit Nashörnern, Gnus, Zebras und Nyalas auf einer großen Grasfläche. Am Tor stoppten wir an einer großen Rundhütte mit Souvenirverkauf, wo alles untypischerweise schon mit Preisen ausgezeichnet war und sich die Verkäuferinnen auch hartnäckig weigerten mehr als 10% Nachlass zu geben. Für die Rückfahrt wählten wir den Magangeni Loop, der am nördlichen Grenzzaun entlang zu einem 250 m hohen Aussichtspunkt führte. Als wir danach durch eine schmale Senke fuhren, tauchte hinter einer Biegung eine Nashornkuh mit ihrem halbwüchsigen Nachwuchs mitten auf der Piste auf und schritt langsam aber bestimmt direkt auf uns zu, so dass uns nichts anderes übrig blieb als langsam zurückzusetzen. Es stellte sich heraus, dass das Tier zu einem alten Kothaufen wollte, um direkt daneben sein Geschäft zu verrichten. Kurz vor dem Hilltop Camp sahen wir dann ein weiteres Nashorn-Duo aus Mutter und Kind, die wie zwei Bergwanderer ganz oben über den Kamm des Hügelzuges hinter der Straße schritten.

Nach einer längeren Mittagspause stand noch der Nzimane Loop an. Dort entdeckten wir erst drei Giraffen im schönsten Nachmittags-Licht und dann einen, dem Geruch nach zu urteilen, noch recht frischen, sehr breit verteilten Dunghaufen, in dem zwei Dutzend Mistkäfer mehr oder weniger runde Dungkugeln formten. Zwei Käfer balancierten dabei z.B. auf ihren direkt nebeneinander liegenden Kugeln und schienen sich gegenseitig herunterstoßen zu wollen, was aber keinem der Kontrahenten gelang. Zwei andere hatten dagegen tief im Haufen eine so große, ziemlich perfekte Kugel geformt, dass sie es selbst mit vereinten Kräften nicht schafften diese aus der entstanden Kuhle herauszuwuchten. Erst als wir etwas nachhalfen rollten sie mit ihrem Tagwerk davon. Ein Stück weiter trafen wir einen Mitarbeiter des Parkservice in seinem Pickup, der vor dem schlechten Zustand der vor uns liegenden Piste warnte und empfahl umzukehren, was wir dann auch taten. Zum Abschluß erwarteten uns dann an der Einmündung auf die Hauptstraße noch einmal drei Nashörner.

Mistkäfer mit Dungkugel im Hluhluwe-Imfolozi Nationalpark.
Mistkäfer mit Dungkugel im Hluhluwe-Imfolozi Nationalpark.

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