21. Tag:

Um 6.15 Uhr gingen wir zum Camp-Wasserloch, wo nichts los war. Auch unsere letzte Pirsch nach Klein Namutoni sowie Groß – und Klein Okevi war nicht sehr ergiebig. Unterwegs sahen wir in der Ferne zwei Elefanten über die Ebene ziehen und zwei Schakale neben der Straße hertrotten. Wir fuhren dann noch einmal zu der Stelle mit den Geparden. Dort hielt ein Geländewagen mit Scheibenstativ und einem älteren Ehepaar neben uns, das erzählte, die Gepardin laufe mit ihren Jungen in der Ferne unter den Bäumen entlang. Wir konnten sie allerdings nicht entdecken, deshalb fuhren wir zum Frühstück zurück ins Camp.

Um 9.15 Uhr brachen wir dann nach Windhoek auf. Zum Abschluß kreuzte 2 km vor dem von Lindequist-Tor noch eine Nashornmutter mit Nachwuchs die Straße. Beide waren aber so schnell im Gebüsch verschwunden, dass die Zeit für ein Foto nicht reichte.

Beim Tankstop in Tsumeb hatte die erste Tankstelle kein Benzin und auch in Namutoni hatten wir einen Zettel an der Rezeption gesehen, dass es heute kein Benzin in Okaukuejo gebe. Die zweite Tankstelle war dann aber flüssig. In der Gegend um Otjiwarongo kamen wir an vielen Privat Game Reserves vorbei, auch an den beiden größten: Erindi und Okonjima, was auf Herero „Platz der Paviane“ bedeutet. Passend dazu sahen wir an der Straße eine Horde Paviane und auch immer wieder Warzenschweine. Außerdem passierten wir wieder einen verunglückten Geländewagen mit den unverletzten Insassen daneben.

Gegen 15 Uhr erreichten wir schließlich Windhoek und parkten in der Independence Avenue, aber wie in Deutschland waren am Samstagnachmittag schon alle Geschäfte zu. Unser kleiner Stadtrundgang führte uns dann durch den Zoopark zur Christuskirche und dem futuristischen, von einer nordkoreanischen Baufirma auf dem Platz der Reiter-Statue errichteten und 2014 eröffneten Unabhängigkeitsmuseum dahinter, vor dem eine Sam Nujoma-Statue steht, die den ersten Präsidenten unabhängigen Namibias als Heilsbringer des ganzen Landes inszeniert. Das Museum in der alten Feste war zwar auch geschlossen, im Innenhof, wo jetzt das bekannte Reiterstandbild steht, fand jedoch eine exklusive Party statt. An allen festlich gedeckten Tischen saßen nur edel gekleidete Damen ganz in Weiß mit High Heels und modischen Sonnenbrillen. Die nächste Station war der Tintenpalast. Im Park davor waren zahlreiche Kleinkünstler und ein paar aufgestylte Mädchen versammelt. Eines davon erzählte uns, dass sie auf eine Probe ihrer Model-Class warte und war spontan zu einem kleinen Shooting bereit, wenn sie die Bilder per Mail bekam. Auf der breiten Freitreppe wurde ein Artistenpärchen mit einer DSLR an einem Kamerakran gefilmt und es sollte später noch ein Videodreh mit einer angolanischen House-Band stattfinden. Weiter vorne im Park machte eine Hochzeitsgesellschaft Erinnerungsfotos. Zum Abschluß der Reise fuhren wir dann am Abend ins NICE und saßen dort eine halbe Stunde an der Bar, bis das 5-Sterne-Restaurant um 18 Uhr öffnete. Nach dem Essen fuhren wir im Stockdunkeln zum 43 km vor der Stadt gelegenen Flughafen, wo wir um 19.45 Uhr ankamen und schon um 20.10 Uhr am Gate saßen. Im Flugzeug waren laut Stewardess auch wieder fast 100 Plätze frei.

Kolonialgebäude an der Independence Avenue in Windhoek.
Kolonialgebäude an der Independence Avenue in Windhoek.

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