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Nur wenige Minuten nach uns kam der Mitarbeiter des Valet-Parkservice am Düsseldorfer Flughafen an und nahm unser Auto in Empfang. Wir starteten dann pünktlich um 8.15 Uhr nach Amsterdam und erreichten dort aufgrund eines kleinen Irrwegs just-in-time das Gate für den Weiterflug. Mit etwas Verspätung, verursacht durch das hohe Verkehrsaufkommen auf dem Rollfeld, begann um 10.30 Uhr der achtstündige Flug ins 7.073 km entfernte Arusha. Die Boeing 777-200 von KLM war nahezu ausgebucht, aber die Sitzabstände waren großzügig und die Film-Bibliothek des Entertainment-Systems umfangreich. So verging die Zeit „wie im Flug“ und wir landeten schließlich pünktlich um 20.40 Uhr Ortszeit in Tansania. Anschließend dauerte es allerdings noch eine ganze Zeit bis die Gangway endlich ankam.

Mit uns stieg Nils aus Bonn aus, der neben uns gesessen und im Buch „Arbeiten in Kenia und Tansania“ gelesen hatte. Er trainierte für zwei Tage afrikanische Wissenschaftler im Projektmanagement und machte dann noch eine fünftägige Safari. So seien die Arbeit und das Vergnügen finanziell gesehen ein Nullsummenspiel. Der Berater hatte für den DAAD schon zwei Jahre in Südkorea gearbeitet, war in Afrika aber erst einmal in Tunesien gewesen. In der Ankunftshalle dauerte es dann noch gut anderthalb Stunden bis etwa 70 Leute ihr Visum bekommen hatten. Als die Beamtin dabei bei Nils als Reisegrund „Training“ las, sollte er statt 50 US$ für das Touristen-Visum gleich den Business-Tarif von 250 US$ bezahlen. Er konnte sie dann aber letztlich doch davon abbringen.

Vor dem Flughafen erwartete uns schon Yusuphu von der Autovermietung mit unserem Toyota RAV4, Baujahr 1995. Er brachte uns damit zu unserer Unterkunft in Usa River. Als wir dort ankamen, war es schon 23 Uhr und alle Geschäfte hatten längst geschlossen. Daher kauften wir in einer Bar auf der anderen Straßenseite, von der ohrenbetäubend laute Musik herüber schallte, nur noch schnell zwei Flaschen Wasser. Dazu gab es Vollkornbrote mit Käse aus Deutschland. Um Mitternacht lagen wir dann endlich im Bett.

Als wir pünktlich um 20.40 Uhr Ortszeit auf dem Kilimanjaro International Airport bei Arusha landeten, war es schon stockdunkel.

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