7. Tag

In der Nacht erwiesen sich die großen Panoramafenster und die Türen des Chalets als kaum abgedichtet, so dass der kalte Wind hindurchpfiff und die Raumtemperatur auf wenige Grad fiel. Am nächsten Morgen entdeckten wir dann auf einer knapp zweistündigen Rundfahrt durch den Park in einer Senke und auf einem Berghang weitere Buntböcke in kleinen Gruppen von etwa 15 Tieren. Als wir danach der N2 weiter nach Osten folgten, sahen wir am Straßenrand wie zuvor im Park zahlreiche Aloen mit ihren leuchtend roten Blütenkerzen. Zuerst führte die Strecke an großen Feldern, kleinen aufgeforsteten Eukalyptushainen und einigen Straußenfarmen vorbei, ehe sie ab Mossel Bay als „Garden Route“ wieder parallel zur Küste verlief. Kurz hinter George bogen wir nach Victoria Bay ab. Dieser „Ort“ besteht lediglich aus einer kurzen Promenade mit einem Dutzend Häusern und einem kleinen Strand mit ein paar Palmen. An den Felsen, die die Bucht einrahmen, spritzt die enorme Brandung bis zu zehn Meter hoch. Die Wellen sind bei Surfern sehr beliebt und so konnten wir beobachten, wie eine drahtige Surferin barfuss ganz lässig über die spitzen Steine sprang, erst ihr Board ins Wasser und dann sich selbst auf das Brett warf, zu den Wellen hinaus paddelte und schließlich filmreif an einer sich brechenden Welle entlang glitt.

Im Ebb-and-Flow Restcamp des Wilderness-Nationalparks angekommen, schalteten wir in unserer Forest Cabin zuerst den fahrbaren Radiator ein und dann folgte ich auf dem Halfcollard Kingfisher-Trail für ein paar Kilometer dem Lauf des Touw Rivers. Der Uferweg führte durch dichte Vegetation, die unter anderem aus bei uns als Balkonblumen beliebten Geranien in Form von mannshohen Büschen bestand. Schließlich kehrte ich über den Gipfel des Bosdief-Hügelkamms, der zur einen Seite eine tolle Aussicht auf das Flusstal und zur anderen Seite über die Küstenebene mit Dünen und Meer bot, zum Camp zurück.

Buntböcke im nach ihnen benannten Bontebok-Nationalpark.
Buntböcke im nach ihnen benannten Bontebok-Nationalpark.

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