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Um 13.30 Uhr begann der 90-minütige Flug von Düsseldorf nach London. Dort hatten wir dann drei Stunden Zeit uns im neuen Terminal 5 mit seiner freitragenden Dachkonstruktion ohne Stützpfeiler und einer Ansammlung von Nobelgeschäften umzusehen, die dem Rodeo Drive in L.A. fast ebenbürtig war. Auf dem Weiterflug nach Calgary, für den ich 24 Stunden vorher per Online Check-in in der Boing 767 in Reihe 26 den letzten noch freien Sitzplatz mit mehr Beinfreihet gesichert hatte, passierten wir Island. Die Insel selbst lag zwar unter einer Wolkendecke, aber der riesige graue Staub- und Aschepilz des Eyjafjallajökull war aus 10.500 m Flughöhe gut zu erkennen. Der Vulkan hatte den Luftverkehr in Europa tagelang zum Erliegen gebracht und noch vor wenigen Tagen für gesperrte Flughäfen in Südeuropa und Irland gesorgt. Über Grönland war der Himmel dagegen vollkommen wolkenlos, so dass die schneebedeckte Weite des Landes mit Bergen und Flusstälern, ebenso wie die Küste mit Packeis und offenen Wasserflächen, sowie einigen Eisbergen, die in der Sonne leuchteten, gut zu erkennen waren.

Nach 9 Stunden landeten wir schließlich in Calgary, wo uns am Flughafen ein überlebensgroßer Grizzly-Teddybär in Mountie-Uniform begrüßte, während große Flugsauriermodelle unter der Decke auf das renommierte paläontologische Tyrell-Museum im 140 km entfernten Drumheller hinwiesen. Den ersten Eindruck komplettierten die Fahrer der elektrischen Golfwagen für gehandicapte Passagiere, denn sie trugen weiße Cowboy-Hemden und weiße Stetsons. Nachdem wir unseren Mietwagen in Empfang genommen hatten und eine glutrote Sonne hinter der Skyline der Stadt mit schneebedeckten Bergen am Horizont untergegangen war, lagen wir dann um 22 Uhr Ortszeit (MEZ -8) im Bett.

Die kanadischen Rocky Mountains.

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