6. Tag

Ein ausgedehnter Stadtrundgang führte uns zuerst durch einige Straßenzüge mit den Fragmenten alter Inka-Mauern, wie sie z.B. in der Calle Hatunrumiyoc, dieses Quechua-Wort bedeutet „großer Stein“, zu finden sind. Danach besichtigten wir die Reste des Sonnenheiligtums Qoricancha, auf denen sich heute die Kirche und das Kloster Santo Domingo erheben. Links und rechts des Klosterhofes wurden 1950 durch ein Erdbeben weitere Mauern des ehemaligen Tempelviertels frei gelegt. An einzelnen Steinen sind noch die Haltesysteme mit steinernen Bolzen und Zapfen zu erkennen, die die Inkagebäude einst erdbebensicher machten. Der anschließende Rundgang durch das Museo Inka im Palast von Almirante Maldonado, der im 17. Jh. auf den Mauern des Palastes des Inca Huáscar errichtet worden war, beinhaltete nicht nur Funde aus der Inkazeit, sondern auch Gemälde aus der Escuela Cusqueña.

Als wir am Nachmittag auf einer Bank auf der Plaza de Armas Platz nahmen, war ein Beobachten des bunten Treibens um uns herum fast unmöglich. Spätestens alle fünf Minuten unternahm jemand den mehr oder wenige hartnäckigen Versuch uns gestrickte Handpüppchen, Postkarten, Aquarelle, professionelle Massagen oder das offenbar illegale Schuhe putzen zu verkaufen, zu dem ich mich am Ende überreden ließ. Mit dem Resultat, dass meine staubigen hellbraunen Schuhe am Ende dunkel glänzten und der Schuhputzer ein Bündel Lappen einbüsste, das ihm ein herbei eilender Polizist kurzerhand abgenommen hatte.

Inkamauer am ehemaligen Palast des Inca Roca in der Calle Hatunrumiyoc.

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