1. Tag

Wir erwachten schon um 6 Uhr. Nach einem Großeinkauf im Supermarkt fuhren wir durch die Hochhäuser von Downtown, vorbei am mit 190 m nur mäßig hohen Calgary Tower zu einem kleinen Park mit einigen Sitzbänken oberhalb des Elbow Rivers, genau gegenüber des Stampede Parks, wo jedes Jahr Mitte Juli ca. 1,25 Mio. Zuschauer 10 Tage lang Rodeos, Wagenrennen und andere Cowboy-Shows verfolgen.

Nachdem wir die typischen kanadischen Holzhäuser in den weitläufigen Randbezirken der Stadt mit fast einer Mio. Einwohnern hinter uns gelassen hatten, folgte eine flache Prärie mit Viehweiden und Ackerflächen, auf denen große, verfahrbare Bewässerungsbrücken standen. Nach einer Stunde bogen wir auf den Highway 3 nach Westen ab und fuhren auf die schneebedeckten Berge zu. Die beiden ersten Wildtiere, die uns dann im Waterton Lakes-N.P. begegneten, waren gleich zwei Schwarzbären, die kurz hinter dem Parkeingang für ein paar Sekunden über den Rand eines Hangs oberhalb der Straße hinabschauten, danach aber verschwunden blieben. In Waterton Village, dem kleinen Touristenzentrum des Parks, bevölkerten dagegen wenig scheue Maultierhirsche und Dickhornschafe die Gärten und Grünflächen, während quirlige Columbia-Ziesel auf den Wiesen nahe der Straße anzutreffen waren. Ein Ranger erklärte mir, dass jetzt im späten Frühjahr die beste Zeit sei, um Bären zu beobachten, da sie ihre Winterruhe (Nicht zu verwechseln mit einem Winterschlaf, bei dem die Körpertemperatur deutlich absinkt) beendet hätten und ebenso wie die Dickhornschafe in die tieferen, schon schneefreien Teile des Parks gekommen seien, um dort das frische Gras zu fressen. Er empfahl 30-40 m Abstand zu halten, und auch den Schafen nicht zu nahe zu kommen, da sie manchmal zu Attacken neigten.

Der Stampede Parks vor der Skyline von Calgary.

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