28. Tag

Am Vormittag besuchten wir das Lone Pine Koala Sanctuary mit 130 Koalas, ungefähr ebenso vielen Kängurus und einigen anderen australischen Tieren, wie Wombats, Dingos und vielen Papageien und Reptilien. Während man wie in einem Streichelzoo zu den Kängurus auf ihre Wiese gehen durfte, saßen die Koalas nach Männchen, Weibchen, Jugendlichen, jungen Müttern und Senioren gruppiert jeweils auf einer Art Baumstamm mit einem Köcher, in dem frische Eukalyptus-Zweige steckten. Eine knapp meterhohe Umzäunung reichte offensichtlich aus, um eine Flucht zu verhindern und bot trotzdem einen freien Blick auf die absoluten Publikumslieblinge. Diese schliefen jedoch größtenteils zusammengekauert in einer Astgabel und nahmen wenig Notiz von den Besuchern.

Wir erfuhren, dass diese Trägheit nicht etwa durch die Wirkung der Giftstoffe des Eukalyptus, sondern durch den geringen Nährwert der Blätterkost bedingt ist. Deshalb müssen die Tiere gut mit ihrer Energie haushalten und schlafen bis zu 20 Stunden täglich. Durch die noch immer fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraumes ist die Population in Ostaustralien, im Westen leben nämlich keine Koalas, von einstigen Millionenbeständen auf nur noch 40.000-60.000 Exemplare gesunken. Da wir den Park gerade zur Paarungszeit besuchten, hörten wir wie die Männchen zum Teil im Chor von Zeit zu Zeit durch eine Mischung aus Rülps- und Schnarchlauten ihre Ansprüche anmeldeten. Anschließen fuhren wir mit dem City-Cat auf dem Brisbane River in die Innenstadt, wo wir uns ein wenig umschauten und auch einen Blick ins Casino warfen.

Im Lone Pine Koala Sanctuary bei Brisbane sind die 130 Koalas die Stars, obwohl sie bis zu 20 Stunden täglich schlafen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Autor *:

Webseite: