2. Tag

Während im Auto selbst bei geöffneten Fenstern während der Pirschfahrt noch immer 30 °C geherrscht hatten, war nachts eine zusätzliche Decke angebracht. Wie die Tropfen auf dem Auto zeigten, hatte es auch ein wenig geregnet. Daher staubten die Pisten angenehmerweise nicht, als wir bei bewölktem Himmel und 20 °C durch den Park fuhren. Zuerst begegneten wir wieder den Nashörnern, und über die Straße krabbelten immer wieder schwarze Doppelfüßer (Diplopoda), von denen wir noch hunderte sehen sollten. Am See kurz vor Bakubung lagen vier Flusspferde im Uferschlamm und darum herum standen einige Marabus. Gegen 13.30 Uhr kamen wir auf dem Parkplatz von Sun City an, kurioserweise im Regen. Die Monorail zum hinter einer Hügelkette gelegenen Resort war allerdings außer Betrieb. Als dann auch nach einer Viertelstunde noch keiner der angeblich verkehrenden Shuttle-Busse gekommen war, fuhren wir mit dem Auto zur Schranke an der Zufahrtsstraße für die Übernachtungsgäste, die der Wachmann dort auch sofort bereitwillig freigab. Auf dem sehr weitläufigen Gelände standen wir zunächst bei einem heftigen Sommer-Wolkenbruch mit kleineren Hagelkörnern auf dem Parkplatz der etwas entlegenen Chalet-Siedlung und fuhren dann zum großen Entertainment Center. Dort gab es nur einige abgesperrte Stellplätze für VIPs. Als wir dem Wächter aber 40 Rand zusteckten, durften wir auch dort parken und gingen ins Gebäude mit einem Foodcourt im amerikanischen Stil, vielen Geschäften und Spielautomaten. Von dort führten lange Gänge mit Wänden aus echten Felsplatten mit Rock-Art darauf zu einem mehrstöckigen Prunksaal mit vergoldeten Giraffen-Figuren in Originalgröße und weiter zum Garten mit der Bridge of Time. Vorbei an einer Reihe von Elefanten-Statuen gelangten wir in strahlendem Sonnenschein über die Brücke zu einem Platz mit einem großen Brunnen und dem Spaßbad „Valley of the Waves“ sowie dem Palast of the Lost City in tropischem Grün auf dem Hügel dahinter. Insgesamt war Sun City, das kleine Las Vegas von Südafrika zwar gepflegt, aber es waren kaum Gäste dort.

Danach ging es zurück in den Pilanesberg-Nationalpark, der sich in einem erodierten Vulkankrater befindet. Dieser zählt mit 25 km Durchmesser zu den weltweit größten seiner Art. Auf der Rückfahrt waren die Flusspferde und Marabus weg. Die morastige Wasserstelle hatte der Regen mit mehreren kleinen Tümpeln gefüllt. Elefanten waren zwar keine dort, dafür aber zwei Schildkröten, die im trüben Wasser herumpaddelten. Auch das Gelände des Resorts war recht verschlammt und als wir beim Abendessen im Restaurant saßen, gab es ein weiteres Gewitter mit Blitzen über den umliegenden Hügeln. Auf dem Rückweg zum Safarizelt sahen wir mehrere große Frösche auf den Wegen sitzen. Im Zelt war es dann so kalt, dass wir den Radiator einschalteten.

Eine imposante mehrstöckige Halle in Sun City.
Eine imposante mehrstöckige Halle in Sun City.

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