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Um 5.59 Uhr nahmen wir die S-Bahn zum Düsseldorfer Flughafen. Beim Umsteigen in Atlanta mussten wir dann unser ganzes Gepäck abholen und aus Sicherheitsgründen neu einchecken. Unsere Maschine, die von L.A. weiter nach Hawaii flog, verfügte über ein modernes Entertainment-System mit Touchscreen und Kreditkartenschlitz, ein Film kostete 6 US$, Folgen von TV-Serien 2 US$ und selbst ein Paket mit simplen Computerspielen schlug mit 5 US$ zu Buche. Im Flugpreis inbegriffen waren nur ein Getränk und ein paar Kekse. Eine ältere Dame nahm die in den Wochen zuvor durch die Medien gegangene Schweinegrippe wohl sehr ernst, denn sie trug als Einzige an Bord die ganze Zeit konsequent einen Mundschutz. Da wir am Flughafen keine Information über den Bus nach Santa Monica bekommen konnten, nahmen wir ein Taxi zu unserem Hotel, das wir schließlich um 17.30 Uhr Ortszeit (2.30 Uhr MEZ) nach insgesamt gut 20 Stunden Anreise erreichten.

Unser Taxifahrer stammte aus Armenien, hatte 15 Jahre in der Sowjet-Union gelebt und erzählte, dass es ihm in Amerika 1.000 Mal besser gefalle. Allerdings würden er und seine Frau beide ein eigenes Auto benötigen, sonst sei man in Los Angeles einfach verloren. Ohne Navi sei man das als Taxifahrer übrigens auch, denn vor der Erfindung des GPS habe die Zentrale fast jeden Wagen in der riesigen Stadt über Funk zum Ziel lotsen müssen.

Nach einer Pause auf unserem Zimmer gingen wir zum nur einen Block entfernten Santa Monica Pier. Auch dort zeigte sich, dass L.A. eine Autofahrerstadt ist, denn direkt am Strand befanden sich zwei große Parkplätze, mit Anschluss an den davor verlaufenden Pacific Coast Highway 1, der vor dem Zugang zum Pier erst über eine Brücke gequert werden musste.

Während sich in einem kleinen Park schon einige herunter gekommene Gestalten mit Decken und Schlafsäcken auf eine Nacht im Freien vorbereiteten, flanierte ein buntes Völkchen über den massiven Holzsteg, der 2009 sein 100-jähriges Jubiläum feiert. In der Luft kreisten ein paar Möwen und Pelikane, auf den seitlichen Terrassen des Piers standen mehrere Angler und an seinem Ende saß ein Musiker mit seinem Keyboard. Der kleine Rummelplatz mit Achterbahn und Riesenrad hatte schon geschlossen, die Spielhalle davor war aber noch geöffnet und sogar recht gut besucht. Neben einem edlen Speiselokal und mehreren Seafood-Imbissen gab es auch eine Filiale der Bubba Gump Shrimp Company. Vor dem Lokal stand eine Bank zu deren Füßen sich die Schuhe von Filmheld Forrest befanden. Wir entschieden uns aber für ein einfaches Stück Pizza und lagen um 20.30 Uhr bereits in unseren Betten.

Lifeguard Geländewagen am Venice Beach.

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