5. Tag

Pünktlich um 10 Uhr holte uns der Agenturchef im Hotel ab und brachte uns zum Schiff, das zu etwa 80% belegt war. Um 13 Uhr legte es in Richtung Assuan ab und reihte sich in die schwimmende Karawane ein, die nilaufwärts unterwegs war. Zeitgleich wurde ein opulentes Mittagsbuffet serviert. Den Tag verbrachten wir dann unter einem der Baldachine auf dem Sonnendeck und ließen die Landschaft mit von Dattelpalmen gesäumten Ufern, Feldern oder einer von Wüstensand umgebenen Hügelkette vorüberziehen. Die leise Musikuntermalung bestand dabei aus englischsprachigen Weihnachtsliedern. Um 16 Uhr gab es Tee, Kaffee und Kuchen, bald darauf war die Sonne untergegangen und es wurde schnell kühler, so dass die Sonnenanbeter am kleinen Pool ihre Badebekleidung gegen Jacken und Pullover tauschten. Als unser Schiff gegen 17.40 Uhr das 50 km südlich gelegene Esna erreichte und sich in die Schlange einreihte, die dort auf die Schleusendurchfahrt wartete, näherten sich sofort zwei Dutzend kleine Ruderboote mit fliegenden Händlern, die sich mit Tauen an der Bordwand einhängten, um Galabias und andere Waren mit einem lauten „Ola“ anzupreisen. Die Passagierstruktur der verschiedenen Schiffe schien also genau bekannt zu sein, denn den größten Anteil unter unseren internationalen Mitreisenden stellten tatsächlich die Spanier.

Ab 19.30 Uhr gab es bis zum Abendessen um 20 Uhr Saftcocktails und Häppchen. Um 21 Uhr fuhren wir dann in die Schleuse und setzten 20 Min. später die Fahrt fort. Um 0.20 Uhr kamen wir in Edfu an, das auf halber Strecke zwischen Luxor und Assuan liegt und von beiden Städten etwa 112 km entfernt ist.

Feluke auf dem Nil.
Feluke auf dem Nil.

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