14. Tag

Wir fuhren mit der Underground zum Tower Hill und besichtigen dort die Festung und die Kronjuwelen, die wir ohne Wartezeit anschauen konnten. Den Tower gründete William the Conqueror nach seinem Sieg beim Battle of Hastings 1066, zehn Jahre später begann der Bau des White Towers als Zeichen der Macht des normannischen Königreichs. Im späten 14. Jh. wurde das Gebäude zur Waffenkammer, die 200 Jahre später für Besucher geöffnet wurde. Seit 1916 beherbergt der historische White Tower als Museum die wichtigsten Stücke der Royal Armouries collection.

Zum Abschluß einer Führung mit einem der Yeoman Wardens besuchten wir auch die Chapel Royal of St.Peter ad Vincula, wo mit Anne Boleyn und Catherine Howard zwei der sieben Gemahlinnen von Heinrich VIII ebenso ihre letzte Ruhrstätte fanden, wie Thomas Morus und viele andere im Tower hingerichtete Personen. Über die Towerbridge spazierten wir dann hinüber zum anderen Themseufer und tranken in einer rappelvollen Einkaufspassage einen Kaffee. Anschließend fuhren wir mit dem Bus nach Covent Garden. Nach einem Blick in den gut besuchten Apple Market und vorbei an weiteren Theatern gingen wir zur Underground-Station und fuhren in Richtung Hotel zurück. An der Museumsmeile südlich des Hyde-Parks machte ich noch einen Zwischenstopp für einen Kurzbesuch im Natural History Museum. Das Gebäude, das an eine Burg erinnert, war beeindruckend, ebenso die riesige Eingangshalle mit einem lebensgroßen Dinosaurier-Skelett. Die dazugehörige Dino-Ausstellung war zwar gut gemacht, mit beweglichen Dino-Figuren, vielen Infos und weiteren Skeletten, die übrigen Sammlungen mit engen Gängen und endlosen Vitrinen-Reihen auf beiden Seiten wirkten aber eher wie aus dem 19. Jh., also der Zeit von Charles Darwin, dem ein eigener Gebäudeflügel gewidmet war.

Nach dem Abendessen fuhr ich noch einmal zur Themse nach Southwark und warf einen Blick in die Bar des Oblix-Restaurants im 32. Stock von „The Shard“. Am Samstagabend hatten sich viele Gäste fein gemacht, einige Leute trugen aber auch wie ich Jeans und Pullover. Der Blick aus dem Fenster war toll, die getönten Scheiben aber zum Fotografieren nicht optimal. Es gab sogar noch einen freien Tisch, aber ich fuhr lieber noch einmal nach Westminster, um das Parlament und das London Eye beleuchtet zu sehen, und war dann um 23.30 Uhr wieder im Hotel.

Der White Tower
Der White Tower

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