3. Tag:

Nach dem Frühstück spazierten wir 2-3 km den Fish River flussaufwärts in den Canyon hinein, der an seinem südlichen Ende mehrere hundert Meter breit war. Die zerklüfteten Felsen ragten an beiden Seiten steil auf und im sandigen Flussbett floss nur ein schmales Rinnsal, das so garnicht nach dem Hochwasser aussah, das 1972, nur ein Jahr nach der Eröffnung, das erste Camp komplett fortgespült hatte. Unterwegs sahen wir ein Paar Nilgänse und einen Bienenfresser. Außerdem hörten wir immer wieder Pavianrufe, die von den Canyonwänden effektvoll verstärkt wurden. Schließlich sahen wir am anderen Ufer auch einen jungen Pavian in einem Busch sitzen und Blätter abzupfen.

Zurück im Camp verbrachten wir die Mittagshitze am großen Außenpool, der sehr angenehm temperiert war. Gegen 15 Uhr zogen wir dann nochmal mit der Kamera los. Auf dem Resortgelände waren mehrere Bienenfresser unterwegs und über die von der Nachmittagssonne beleuchteten Felswand hinter dem Haus rannten einige Klippschliefer über die Steine. Nur eine Stunde später war die Sonne aber schon hinter der gegenüberliegenden Felswand verschwunden und die kleine Pavianhorde mit etwa zehn Tieren kam aus dem Canyon, um den Mülltonnen des Campingplatzes einen Besuch abzustatten. Schon bald verjagte sie jedoch ein Mitarbeiter mit einer Schreckschusspistole, so dass sie den Hang hinauf flüchteten. Später erfuhren wir, dass ein Pavian seelenruhig über die Balkone vor unseren Zimmern spaziert sei. Vor dem Abendessen gingen wir noch einmal in die Thermalbecken im Erdgeschoss, dieses Mal aber in die mit etwa 40 °C heißem Wasser, das uns schnell die Schweißperlen auf die Stirn trieb.

Der Fish River Canyon bei Ai Ais.
Der Fish River Canyon bei Ai Ais.

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