3. Tag

Am Morgen besuchten wir Downtown L.A. mit dem Pueblo de los Angeles, der historischen Keimzelle der Stadt aus dem Jahr 1781. Im Innenhof der alten Missionskirche trafen sich die spanisch-sprachigen Bewohner mit ihren in weißen Kleidchen oder dunklen Anzügen herausgeputzten Kleinkindern zum Gottesdienst. Die benachbarte Union-Station sieht von innen und außen zwar ebenfalls eher aus wie eine Kirche und nicht wie ein Bahnhof, hinter der imposanten Eingangshalle fahren aber bis heute Züge und U-Bahnen ab. Im Verwaltungsviertel mit dem beeindruckend großen Rathaus steht dagegen eine ganze Reihe von gesichtslosen Hochhäusern.

Gegen Mittag fuhren wir über die vier-, fünf- und streckenweise sechsspurige Interstate 10 nach Twentynine Palms. Dort bezogen wir zuerst ein Zimmer in einem Kettenmotel am Hwy 62 und besuchten dann den Joshua Tree-N.P. in der Übergangszone von Mojave- und Sonora-Wüste. Neben den Joshua Trees, Riesen-Yuccas mit Höhen von über 10 m und einem Alter von bis zu 700 Jahren, hat der 3.200 km2 große Park auch interessante Gesteinsformationen zu bieten. Immer wieder rannten kleine Weißschwanz-Antilopenziesel über die Straße und auch eine Schlange und ein Kojote tauchten kurz vor unserem Auto auf. An einem Felsen zeigte sich außerdem ein Kalifornischer Eselhase. Nach einer kleinen Wanderung erreichten wir am späten Nachmittag die Death Horse Mine, die von einem über 2 m hohen Zaun umgeben ist und an einem Hang liegt.

Kurz nach Sonnenuntergang blickten wir vom Keys View über den San-Andreas-Graben auf die entfernten Lichter des mondänen Palm Springs. Dass wir in der Dunkelheit versehentlich falsch abgebogen waren, bemerkten wir erst nach einigen Meilen auf dem Highway als unser Hotel noch immer nicht am Straßenrand auftauchen wollte. Nach einem U-Turn kamen wir dann aber schließlich doch noch zum gewünschten Ziel.

Kalifornischer Eselhase im Joshua Tree-Nationalpark.

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