16. Tag

Wir fuhren wieder auf fast 4.300 m Höhe hinauf, zu den Geysiren im Hochtal von Tatio. Obwohl die Sonne hoch am Himmel stand, war es dort aufgrund des permanenten, eisigen Windes so kalt, dass man in Jacke und Fleecejacke herumlaufen musste. Daher zogen wir für die kommende Nacht das Matrazenlager des erst 2006 eröffnete Refugios unserem Zelt eindeutig vor. An der Conaf-Station konnte wir eine kleine Herde Vicuñas dabei beobachten, wie ein Tier nach dem anderen sein Geschäft an ein und derselben Stelle verrichtete. Schon am Morgen hatten wir bei einem Fotostopp auf einem Trampelpfad eine derartige „Vicuña-Toilette“ gesehen, ein zwei bis drei Meter langer Abschnitt, der zentimeterhoch mit unzähligen Hinterlassenschaften bedeckt war. In den kleinen Rinnsalen, die von den heißen Quellen abflossen, entdeckten wir später außerdem noch zahlreiche nur ca. 2 cm große, vollständig schwarze Frösche.

Am Abend gab es dann kurz Verwirrung als eine siebenköpfige, französische Reisegruppe eintraf, die zwar reserviert hatte, aber von den drei Damen des Hüttenteams scheinbar vergessen worden war. So musste die Chefin der Station dann auf einer Matraze in ihrem Büro schlafen.

Die Geysire im Hochtal von Tatio auf fast 4.300 m in der Morgenkälte.

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