1. Tag

Auf der mautpflichtigen A1 fuhren wir weiter nach Süden. Die Autobahn führte zunächst schnurrgerade durch eine weite Ebene mit Feldern, Bauernhöfen, Lebensmittelwerken und anderen Fabriken. Wobei einige Werkshallen und Landhäuser verlassen waren und verfielen. Parallel zur A1 verliefen die Bahngleise, auf denen weinrote Schnellzüge, die an den Thalys erinnerten, unterwegs waren. Später sahen wir die ersten Weinreben und Kirschbäume, dann fuhren wir bei Bologna durch einen Tunnel und waren danach in einer anderen Welt: Einer lieblich grünen Landschaft mit bewaldeten Hügeln. Einige der Bäume zeigten zudem eine weiße Blütenpracht. Die A1 verzweigte sich bald in die „Panoramico“ mit vielen Brücken und die „Variante di Valico“, die durch zahlreiche weitere Tunnels führte. Einer davon war 9 km lang und zweispurig mit einer dritten Fahrspur als Standstreifen. Hinter Florenz wurden dann an der Ausfahrt „Bottai“ für 210 km 23,20 Euro Maut fällig, bevor es auf der kostenlosen „Raccordo Autostradale“ in Richtung Siena weiterging. Nach 50 km bogen wir bei Badesse auf eine kleine Landstraße ab, die durch eine toskanische Bilderbuchszenerie mit Wiesen, Eichenwäldern, Olivenhainen und natürlich vielen Weinreben zur Certosa di Pontignano führte, einer alten Klosteranlage, die heute das offzielle Konferenzzentrum der Uni Siena ist. Dort bezogen wir ein Appartment in der historischen Zelle des Priors.

Am Nachmittag erkundeten wir den Klosterkomplex mit seinen drei Kreuzgängen, einer Kapelle aus dem 15. Jh., dem Renaissance Garten und dem Weinkeller. Dort standen noch Dutzende leere Weinflaschen und eine Kiste mit hunderten Korken herum. Auf den Tischen lagen zudem verheißungsvolle Menükarten der „Passione Ferrari Tour FOC Indonesia“, die dort am 20 April Station gemacht hatte. Das Tagesmenü im Klosterrestaurant war dann allerdings etwas enttäuschend, aber es gab immerhin leckeren Wein vom nur 300 m entfernten Weingut „Losi“.

Einer der drei Kreuzgänge des alten Kartäuser-Klosters „Certosa di Pontignano“ in der Nähe von Siena.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Autor *:

Webseite: