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Um 9.18 Uhr fuhren wir mit der S-Bahn in 53 Min. zum Düsseldorfer Flughafen. Dort gab es wieder ein wenig Ärger mit dem Stativ. Obwohl mein Rucksack nur gut 10 kg wog, sollte das Stativ als zweites Gepäckstück 20 Euro extra kosten. Als ich es bei der vorangegangenen Reise deshalb an den Rucksack geschnallt hatte, war dieser aber beim Verladen wohl mit dem Stativ gehoben worden, so dass die Halteschlaufen ausgerissen waren. Ich erklärte dies und fragte nach einem großen Plastikbeutel, den ich seinerzeit von Airfrance bekommen hatte. Der Leiter des Abfertigungsbereichs erklärte nur ungerührt er hätte keinen solchen Beutel und das Stativ würde einzeln zu 70% nicht in Boston ankommen, aber da könne er nicht helfen. Sein einziger Tipp war, dass ich Rucksack und Stativ doch für 6 Euro dick in Folie einwickeln lassen sollte. Auf dem Weg zum Sperrgebäck-Schalter sah ich dann, dass am benachbarten Schalter von Finnair eine ganze Rolle der gesuchten Plastikbeutel hing. Als ich fragte, ob ich freundlicherweise einen davon bekommen könnte, zögerte der Abfertigungsmitarbeiter. Dann tauchte sein mir ja schon bekannter „Chef“ auf und meinte es sei dreist von mir dort einfach einen solchen Beutel haben zu wollen, denn der sei nur für Kinderwagen und nicht für Stative. Als Begründung teilte er mir mit, dass es sich um sehr reißfestes und sehr teures Plastik handele. Als ich ihn daraufhin bat mir seinen Namen mitzuteilen, weigerte er sei, denn dazu sei er nicht verpflichtet und ich könne mich ja auf der offiziellen Airfrance-Homepage beschweren. Am Sperrgebäckschalter erfuhr ich später, dass es häufiger Ärger bei der Abfertigung gebe, seit Airfrance diese an den Billig-Dienstleister Aviapartner ausgelagert habe. Ich zurrte das Stativ also am Rucksack fest und um 12.25 Uhr hoben wir schließlich nach Amsterdam ab. Als wir dort nach 60 Min. Flugzeit ankamen, mussten wir uns schon ein wenig beeilen, um den Weiterflug um 14.30 Uhr zu erreichen, denn am Nadelöhr der Sicherheitskontrollen gab es mal wieder lange Schlangen. Letztendlich landeten wir aber doch nach 8 Stunden Flugzeit um 17 Uhr Ortszeit bei bewölktem Himmel und 13 °C Außentemperatur in Boston, wo Rucksack und Stativ unversehrt angekommen waren. Die Fahrt mit dem Mietwagen zum Hostel in der Innenstadt verlief problemlos, seltsamerweise kontrollierte aber ein Wachmann bei der Einfahrt in das Parkhaus des Boston Common-Einkaufszentrum bei jedem Auto den Führerschein. Kurz vor 21 Uhr lagen wir schließlich alle im Bett.

Blick vom Bunker Hill Monument auf Boston.
Blick vom Bunker Hill Monument auf Boston.

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