22. Tag

Nach dem Frühstück holte ich zuerst mein über das Internet bestellte Jeans-Paket ab. Dabei traf ich kurz Fernsehproduzent Jürgen, der gerade auf dem Weg ins Büro war und bei dem wir ursprünglich hatten wohnen wollen. Nach meiner Rückkehr spazierten wir alle zusammen zum Union Square, auf dem es einen kleinen Weihnachtsmarkt gab. Im „Best Buy“ gegenüber schauten wir kurz nach Angeboten zum „Black Friday“ und fanden das Microsoft Tablet „Surface“ mit Windows 8 und Office für 199 US$ statt 349 US$. Der Tag nach Thanksgiving ist in den USA nämlich traditionell eine riesige Rabattschlacht. Die Geschäfte werben mit Nachlässen von bis zu 70% und öffnen teilweise schon um 5 Uhr morgens, so dass die Leute bereits mitten in der Nacht vor den Türen Schlange stehen.

Anschließend folgten wir dem Broadway bis zum Flatiron Building. Die Straßeninsel davor ist mit Tischen und Stühlen bestückt, sowie einem Hinweisschild, dass diese für alle Besucher und New Yorker kostenlos zur Verfügung stünden. Dieses Angebot nahmen die Leute dankend an und genossen den Sonnenschein an diesem schönen, kalten Wintertag. Über die Fifth Ave. ging es dann am Empire State Building, der Public Library und dem Rockefeller Center vorbei. Dort standen schon die Weihnachtsengel mit Fanfaren und der große Tannenbaum, dessen Beleuchtung aber erst am 4. Dezember eingeschaltet wurde. Die Bürgersteige waren schwarz vor Leuten, viele davon mit Tüten bepackt, und vor einigen Geschäften, wie z.B. Hollister, mussten die Kunden in einer Schlange anstehen und auf Einlass warten. Schließlich bogen wir in die 53th. Straße zum MoMA ab. Auch dort gab es eine lange Schlange, denn freitags ist der Eintritt ab 16 Uhr frei. Da wir darauf aber nicht in der Kälte warten wollten, gingen wir weiter über die Sixth Ave. an der Radio City Hall vorbei, wo gerade die jährliche Weihnachtsrevue „Christmas spectacular“ begann, zum Diamond District. Dort flankieren zwei Laternen in Form von Diamanten eine Seitenstraße, in der sich ein Schmuckgeschäft an das nächste reiht. Als wir gegen 17 Uhr, schon nach Sonnenuntergang, ein Stück weiter zum Times Square abbogen, ging dort garnichts mehr. Weil gerade neues Pflaster verlegt wurde, gab es nur einen schmalen Fußweg, durch den sich die Leute in beiden Richtungen regelrecht schoben. Vom Port Authority Terminal fuhren wir dann mit der Metro zum Apartment zurück.

Menschenmassen auf der Fifth Ave. am „Black Friday“.
Menschenmassen auf der Fifth Ave. am „Black Friday“.

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