12. Tag

Zuerst packten wir unsere Sachen zusammen, dann brachte uns das Boot zum Cocha Otorongo, einem weiteren Oxbow-Lake. Der dortige Aussichtsturm gewährte einen guten Überblick über die gesamte Wasserfläche. Die vier Riesenotter, die den See bewohnten, ließen sich jedoch nicht blicken. Da sie gerade Nachwuchs hatten, war es auch verboten den See zu befahren.

Die zweite Hälfte unserer Reisegruppe war mit der 28-jährigen Führerin Alcy schon sehr früh morgens zum Cocha Salvador aufgebrochen. Nachdem es dort zunächst regnete und sich nichts regte, tauchten plötzlich die Riesenotter im Wasser auf. Wenig später gab es am Ufer einen Tumult und ein älterer Otter griff einen jungen Mohrenkaiman an. Kurz darauf kamen die anderen Familienmitglieder dazu und teilten sich das erlegte Reptil zum Frühstück. Ein größerer Kaiman, der auch in der Nähe war, schaute den Ereignissen nur ungerührt zu.

Auf der Rückfahrt nach Boca Manu sahen wir am Ufer neben vielen Vögeln auch drei Capibaras und einen Brillenkaiman, der mit weit geöffnetem Maul in der Sonne lag. Für die Nacht steuerten wir wieder die Manu Inversiones Lodge an. Die Münsteraner Reisegruppe freute sich bei Bier und Wein darüber das Dschungelabenteuer überstanden zu haben und diskutierte lange über die Höhe eines angemessenen Trinkgelds. Nachdem die Schiffsbesatzung von Galapagos insgesamt 1.000 US$ erhalten hatte, einigte man sich schließlich auf 50 Soles pro Paar, die dann auf die neun Mitglieder unserer Begleitcrew verteilt werden sollten.

Ein Dryas iulia, auch als Fackel oder Julia bekannt, gehört zur Familie der Edelfalter.

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