20. Tag

Der morgendliche Blick aus dem Fenster zeigte einen wolkenverhangenen Himmel und die gesamte Szenerie in dichten Nebel gehüllt. Also frühstückten wir erst ganz gemütlich und machten uns dann auf den Weg in die Tugela-Gorge. Unterwegs waren einige Schmetterlinge, viele Eidechsen und auch eine kleine Schlange zu sehen. Aufgrund des Wetters war die Temperatur angenehm und der Pfad führte zunächst durch Hänge mit bunten Wildblumen und Proteen-Sträuchern, später durch kleine Waldabschnitte und schließlich über das Ufergeröll des nur wenig Wasser führenden Tugela Rivers. Dann war ein nur wenige Meter hoher Felsspalt erreicht, aus dem der Fluss herausströmte. Dort führte eine Kettenleiter an einer glatten, fast senkrechten Felswand ca. 20 m weit hinauf, danach ging es durch eine schmale Felsnische, den sogenannten Kamin, weiter steil nach oben. Als Kletterhilfen dienten kurze, ins Gestein geschlagene Trittstangen und ein paar dicke Haltedrähte.
Da die Sicht vom Plateau darüber auf das nahe Amphitheater ohnehin „vernebelt“ war, verzichtete ich aber auf den Aufstieg und kehrte um. Gegen 16 Uhr erreichte ich wieder das Camp, wo ein so kräftiger Wind wehte, dass kaum Vögel zu sehen und zu hören waren. Das normalerweise folgende Gewitter kam jedoch nicht, und mit der Dämmerung zog sich der Himmel total zu, so dass kein einziger Stern zu sehen war.

Blick in die Tugela-Gorge im Royal Natal-Nationalpark.
Blick in die Tugela-Gorge im Royal Natal-Nationalpark.

 

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