18. Tag

Das Frühstücksbuffet überzeugte mit einer Riesenauswahl und auch vielen leckeren indischen Spezialitäten. Anschließend erkundeten wir das Resort, das ideal für einen Pauschalurlaub war, mit einer großen Poollandschaft, mehreren Restaurants und hauseigenem Casino. Passend dazu hatten wir es als Nebensaison-Angebot online bei TUI gebucht.

Durch den gepflegten Garten gelangten wir direkt zum Strand, an dem in etwa einem Kilometer Abstand Rettungsschwimmer postiert waren und auch einige Auslegerboote lagen. Der Sand war jedoch nicht so weiß, wie es der Resortname versprach, und auch das Wasser war eher milchig-grün statt kristallklar. Zudem fiel uns auf, dass sich am Brandungssaum unzählige kleine, aber auch ein paar faustgroße Öl- bzw. Teerklumpen angesammelt hatten, die hartnäckig an den Füßen oder Schuhsohlen kleben blieben, wenn man nicht aufpasste, wo man hintrat.

Obwohl sich der dünne Streifen von Ölrückständen ein ganzes Stück den Strand entlang zog, brachte die Google-Suche „Goa + Öl + Strand“ erstaunlicherweise nur einen Treffer: Einen Spiegelbericht von 2010 über Teerklumpen am Strand. Rückblickend war der kleine Cocalito Beach in Honduras, den wir 2018 besucht hatten, deutlich „paradiesischer“ gewesen, allerdings konnte man in Goa tagelang den durchgehenden Strand entlang wandern, wenn man denn wollte.

Wir verbrachten den restlichen Tag entspannt am Pool und ließen uns dort von Resort-Mitarbeiter Sandesh erklären und zeigen, wie man Carrom spielt. Es heißt das „Fingerbillard“ wurde in Indien von den Maharadjas erfunden und ist dort bis heute sehr beliebt. Auf das furnierte Spielbrett wird etwas weißes Pulver aus Borsäure verstreut, damit die Spielsteine besser rutschen. Sandesh und auch sein Kollege, der zwischenzeitlich dazu kam, erwiesen sich als sehr geübt und versenkten viele Steine zielsicher in den Ecktaschen. Wir dagegen hatten meist Schwierigkeiten den „Striker“ genannten Schussstein präzise und mit dem passenden Schwung in die gewünschte Richtung zu lenken.

Nach dem ersten Tag erschien uns Goa irgendwie wie Indien, irgendwie aber auch ein wenig anders. Es war dort nicht staubig, sondern tropisch grün und an vielen Stellen wuchsen Palmen. Der Straßenverkehr lief spürbar gesitteter ab, es wurde weniger gehupt und es gab nur sehr wenige Tuk Tuks. Zudem gab es sehr viele Kirchen und vergleichsweise wenig Tempel. Die Preise waren insgesamt auch etwas höher, dafür waren Bier und Spirituosen viel günstiger als im übrigen Land. Viele Inder hatten uns passend dazu erzählt nach Goa fahre man zum feucht-fröhlichen Feiern, wobei die angesagtesten Partylocations und auch die meisten der beliebten Strandbuden nur während der Saison geöffnet sind.

An den Stränden von Goa, hier Varca Beach, sind die traditionellen Auslegerboote der Fischer noch häufig zu sehen.

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