1. Tag

Wir waren schon um 6 Uhr wach, aber Frühstück gab es erst ab 8 Uhr. Der geplante Rundgang durch den Art Deco-District verschob sich dann aufgrund eines heftigen Regenschauers noch etwas weiter nach hinten. Die Wartezeit überbrückten wir in einem der zahlreichen Restaurants am Ocean Drive, die mit hübschen Platzanweiserinnen und Schautischen um Touristen warben. Die verlockend angerichteten Frühstücke darauf wurden abends durch dekorative Fischgerichte und bunte Margaritas in riesigen Cocktailkelchen ersetzt. Schließlich sahen wir uns einige der etwa 800 Gebäude im Art Deco-Stil an, die in den 1930-er Jahren von Leuten errichtet worden waren, die die damalige Weltwirtschafts-krise unbeschadet überstanden hatten. Die meist nur zwei- oder dreigeschossigen Häuser, mit verspielten Rundungen und geschwungenen Linien sowie Simsen in Form von Augenbrauen über den Fenstern oder Bullaugen und anderen nautischen Elementen, waren aber mehr fürs Auge als für die Ewigkeit gebaut, so dass sie in den 1980-er Jahren unter Denkmalschutz gestellt und restauriert wurden. Heute sind die abends in bunten Neonfarben erleuchteten Gebäude am Ocean Drive und der Collins Avenue die Flaniermeile zum Sehen und Gesehen werden. Inspiriert von einer Ausstellung in Paris im Jahr 1925 haben sie seinerzeit junge Architekten entworfen, die oft ihre Ausbildung noch gar nicht abgeschlossen hatten. Paradebeispiel für den Art Deco-Stil ist New York ist z.B. das Chrysler Building.

Am Nachmittag besuchten wir den Strand mit den bunten Wachtürmen der Rettungsschwimmer, Imbissbuden sowie Verleihern von Liegen mit Windfang, und folgten ihm bis zum South Pointe Park an der Südspitze von South Beach. Auf der anderen Seite des Maloy Channel kann man von dort die Millionärs-Apartments auf der Privatinsel „Fisher Island“ sehen, die früher im Privatbesitz von William K. Vanderbilt war. Vom Port of Miami, dem größten Kreuzfahrthafen der Welt startete gerade die 294 m lange „Disney Magic“ mit 877 Kabinen für bis zu 3.600 Passagiere in die Karibik. Vorbei an der Marina mit vielen großen Yachten und einem Büro, das einige der Schiffe ab 30.000 US$ pro Woche vermietete, kehrten wir dann über den Miami Beach Drive zum Hotel zurück.

Lifeguard-Turm am Third Street Beach, dem hippsten Strandabschnitt der Stadt.
Lifeguard-Turm am Third Street Beach, dem hippsten Strandabschnitt der Stadt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Autor *:

Webseite: