8. Tag

Unsere erste Station war heute das Château de Saint-Germain-de-Livet, südlich von Lisieux. Das Renaissance-Schloss ist für seine Kacheln mit grüner Glasur bekannt. Die Ursprünge des Gebäudes liegen im 16. Jahrhundert. Seitdem wurde es mehrfach umgebaut und zuletzt hatte man zwei Flügel abgerissen, um von den beiden verbliebenen einen freien Blick in den schönen Park zu haben. Dieser ist hübsch bepflanzt und wird von zwei Pfauen bewohnt. Im Wassergraben leben zudem einige Bisams, die sich an zwei mit Futter bestreuten Steinen ganz aus der Nähe beobachten lassen.

Bei der Führung auf Englisch sieht man die Innenausstattung des Schlosses aus dem 19. Jahrhundert und erhält eine Einführung in die Geschichte der Besitzerfamilie Riesener-Pillaut. Zudem erfuhren wir, dass es bei den Vermögenden erst im 18. Jahrhundert in Mode kam sich ein opulent ausgestattetes Speisezimmer einzurichten. Vorher war es üblich gewesen entweder in der Küche oder im Schlafzimmer zu essen.

Wir fuhren dann weiter nach Caen, der Hauptstadt des Départements Calvados, am Zusammenfluss von Orne und Ordon. In der hübschen Innenstadt mit einer belebten Fußgängerzone stehen zahlreiche Kirchen. Sie alle überragt das Château Ducal de Caen, das Wilhelm der Eroberer im 12. Jahrhundert zu einer riesigen Festung ausbaute, die mit 5,5 Hektar bzw. 55.000 m2 Fläche zu den größten in Westeuropa zählt.

Auf dem Gelände befinden sich heute zwei Museen. Der Haupteingang wurde aber gerade neu gestaltet, so dass der gesamte Burgberg mit Bauzäunen, Baggern und aufgerissenen Hängen nicht besonders fotogen war.

Am Fuß des Châteaus besuchten wir kurz die Kirche Saint-Pierre und gingen dann weiter über den dreieckigen Place Saint-Sauveur, der von schönen Stadthäusern aus dem 18. Jahrhundert gesäumt ist. Dahinter gelangten wir zu einem bunt bepflanzten kleinen Park vor dem Rathaus und der daran angeschlossenen Klosteranlage „Abbaye aux Hommes“, die Wilhelm der Eroberer im Jahr 1059 ebenfalls erbauen ließ. In der dortigen Abteikirche Saint-Étienne wurde er nach seinem Tod 1087 auch unter einer Marmorplatte vor dem Altar begraben.

Auf der anderen Seite der Festung gibt es das geschlechterspezifische Pendant zur Klosteranlage. Die „Abbaye aux Dames“ mit der Abteikirche Sainte-Trinité, errichtet von Wilhelms Frau Mathilde. Am Nachmittag fuhren wir dann weiter zur Côte de Nacre mit den fünf D-Day Stränden.

In Caen in der Kirche „Saint-Étienne“, der von ihm selbst erbauten Klosteranlage „Abbaye aux Hommes“ wurde Wilhelm der Eroberer 1087 unter einer Marmorplatte begraben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor *:

Webseite: