1. Tag

Bei grauem Himmel und sporadischen Regenschauern fuhren wir auf der E16 erst am Sørfjord entlang. Anschließend folgten wir dem Bolstadfjord nach Voss. 12 km später stoppten wir im strömenden Regen kurz am Wasserfall „Tvindefossen“. Auch den Rest des Tages sollte es mal mehr und mal weniger stark weiter regnen. In Vinje bogen wir dann ab in Richtung Gudvangen. Die Straße folgte dem Gudvangen-Fluss, der im gleichnamigen Ort in den 17 km langen Nærøyfjord mündet, der an der schmalsten Stelle nur 250 m breit ist.

Der Nærøyfjord gehört zum UNESCO-Welterbegebiet „Westnorwegische Fjorde“, das Teile der längsten, tiefsten und schmalsten Fjorde der Welt umfasst. Das Welterbegebiet gliedert sich in die Bereiche um den Nærøyfjord und den Geirangerfjord weiter nördlich. Es umfasst insgesamt 1.227 km2 Landschaft. Diese zeichnet sich durch steile, karge und bis zu 1.800 m hohe Felswände aus, die fast bis ans Meeresufer reichen. Passend dazu gilt Norwegen als das Land der Fjorde schlechthin. Erst vor 10.000 Jahren hat sich das Eis zurückgezogen, das die tiefen Täler, die heutigen Fjorde, in den Fels der alten Hochebenen geschliffen hat. Daraufhin begann die menschliche Besiedelung der Uferbereiche und die dazugehörigen Kulturlandschaften entstanden.

Unser Tagesziel, die alte Wikinger-Siedlung Gudvangen, ist umgeben von bis 1.760 m hohen Felswänden, von denen Dutzende kleine und auch einige größere Wasserfälle herabstürzen. Das Nærøydal ist so eng, dass dort selbst im Sommer erst ab 12 Uhr die Sonne bis auf den Grund scheint. Wir kauften dann noch kurz im kleinen Supermarkt an der Shell-Tankstelle ein und beendeten um 17 Uhr wetterbedingt das Tagesprogramm.

Das Fjordtell in Gudvangen steht inmitten einer imposanten Kulisse am Ufer des Nærøyfjords.

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