12. Tag

Am Morgen schien wieder die Sonne und der Himmel war blau. Noch während des Frühstücks zog er sich aber komplett zu. Wir ließen es also langsam angehen und fuhren noch einmal nach Haukland. Dort starteten wir dieses Mal zu einer 8 km langen Rundwanderung. Zuerst folgten wir der alten Schotterstraße, die die Bauern der Gegend zwischen 1934 und 1947 selbst gebaut und frei gesprengt hatten. Sie führt um die Landzunge mit dem 489 m hohen Veggen herum, in die nächste Bucht mit dem abgeschiedenen Dorf Utakleiv.

Die Straße wurde aber häufig durch Lawinen und Felsstürze blockiert, so dass die Verkehrsanbindung seit 1998 ein 880 m langer Tunnel übernommen hat. Die Szenerie mit den zerklüfteten Bergen im Hintergrund und dem Polarmeer im Vordergrund sah dieses Mal malerisch aus. Dann kam das Dorf in Sicht. Es liegt sozusagen hinter den sieben Bergen. Dort wohnt zwar kein Schneewittchen und auch keine Zwerge, allenfalls Trolle, aber der dortige Strand wurde 2005 von der Londoner Times zum schönsten Europas gekürt. Tja, mag sein. Uns erschien er jedoch nicht außergewöhnlich. Daher machten wir uns schon bald auf den Rückweg. Dazu folgten wir einem alten Pferdepfad, der von 1850 bis 1900 für Fuhrwerke ausgebaut worden war. Zur Verbreiterung waren Steine aus den umgebenden Felsen zum Einsatz gekommen.

Auf der Anhöhe angekommen, durchquerten wir eine hübsche Sumpflandschaft mit einem kleinen Teich, bevölkert von einigen Schafen. Dort zweigte ein Weg zum Gipfel des 965 m hohen Himmeltind ab, allerdings ohne bequeme Steinstufen, wie am Reinebringen.

Beim Abstieg nach Haukland hatten wir dann weitere tolle Ausblicke auf den Fjord, im Gegenlicht der schon recht tief stehenden Sonne. Am Abend war aber alles wieder bewölkt, so dass kurzfristig keine Nordlichter zu erwarten waren und wir zeitig um 23 Uhr ins Bett gehen konnten.

Blick auf den Strand von Haukland mit dem dahinter liegenden Fjord.

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