Überall liest man, dass eine Webseite durch diverse Social-Media Kanäle unterstützt werden sollte, damit sie in den unendlichen Weiten des Internets nicht einfach sang- und klanglos untergeht. Also wollte ich einen Versuch wagen, mit Instagram.

 

 

Die Vorgehensweise:

Von Facebook halte ich absolut nichts, doch dann brachte mich ein Freund auf Instagram. Gehört blöderweise zu Facebook und hat dementsprechend ganz ähnliche, sehr unverschämte AGB’s in Bezug auf die Bildrechte, ist aber derzeit total angesagt. Laut Spiegel Online so sehr, dass täglich 80 Millionen Bilder hochgeladen werden. Da stellt sich natürlich die Frage inwieweit die eigenen, auch wenn sie wirklich gut sind, bei dieser „Konkurrenz“ überhaupt wahrgenommen werden? Andererseits werden täglich 3,5 Milliarden Likes vergeben, von der Relation her bestehen also durchaus Chancen davon auch ein paar zu erhalten. Daher habe ich mich entschlossen das Ganze einfach mal auszuprobieren. Ich habe also jeden Tag ein Bild hochgeladen und das knapp zwei Monate konsequent durchgehalten. Zudem bin ich auch schon nach ein paar Tagen einer bewusst begrenzten Zahl von 90 interessanten anderen Profilen gefolgt und habe für gute Fotos einige tausend Likes vergeben.

Das Ergebnis:

Ich hatte schließlich etwa 240 Follower und bekam für neue Bilder, wenn es Tiermotive waren, jedes Mal gut 100 Likes. Mein „Spitzenfoto“ hat inzwischen 171 Likes, wobei es aber kaum noch mehr werden. Denn das Bild ist längst deutlich nach unten gerutscht ist und die wenigsten Besucher schauen sich mehr als die obersten Bilder an.

Inzwischen bin ich dazu übergegangen noch einmal im Monat ein neues Bild hochzuladen. Das bekommt dann immer die „üblichen“ Likes. In den Wochen dazwischen tut sich auf meinem Profil jedoch wenig bis gar nichts. Es kommt höchstens eine Handvoll Likes dazu, die Zahl der Follower bleibt aber (bisher) einigermaßen stabil.

Das Resümee:

Nach meiner Einschätzung hat die Zahl der Likes weniger mit der Qualität der Bilder zu tun als viel mehr mit der eigenen Aktivität auf Instagram. Je mehr Profilen man selbst folgt und je mehr Likes man dort vergibt, desto mehr Likes bekommt man auch selbst zurück.  Quid pro quo sozusagen. Sprich, wenn ich statt 90 Profilen 9.000 folgen und dort fleißig Likes verteilen würde, würde ich für dieselben eigenen Bilder (die ja dadurch nicht besser oder schlechter geworden sind) wahrscheinlich statt gut 100 etwa 2.000-3.000 Likes bekommen. Selbst einer so großen Zahl von Profilen aktiv zu folgen, kostet dann aber jeden Tag richtig viel Zeit und das ist es meiner Meinung nach nicht wert. Auch für meinen Reiseblog scheint Instagram keine messbare Steigerung der Besucherzahlen zu bringen, obwohl ich im Kurztext natürlich die URL meiner Webseite angegeben habe.

Der eingangs erwähnte Freund, der allerdings in der People-Fotografie aktiv ist, etwa drei Mal mehr Bilder hochgeladen hat und über 20 Mal mehr Profilen folgt als ich, ist jedoch mit Instagram sehr zufrieden. Sein Profil hat ihm schon einige Kontakte zu Modellen aus der näheren Umgebung und interessante Shootings eingebracht. Mit einer solchen Zielsetzung scheint Instagram also ein gutes Werkzeug zu sein. Wobei hier die Qualität der Bilder natürlich schon eine größere Rolle spielt, denn es geht ja nicht nur um Likes.

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