10. Tag

Am Morgen war der Himmel eintönig grau und sollte es den Tag über auch bleiben. Wir fuhren trotzdem los, zurück zur Insel Flagstadøy. Dort steuerten wir über zwei Bogenbrücken den kleinen Ort Fredvang an. Am Ortsrand führt ein 1,7 km Wanderweg, der im mittleren Teil recht rudimentär war, an der Küste entlang bis zur Außenseite der Insel. Unterwegs zeigte sich zwischen den Felsen mit einem Hermelin oder Mauswiesel endlich auch einmal ein ungewöhnlicherer Vertreter der heimischen Fauna, die offenbar ein sehr heimliches Leben führt.

Später sahen wir zudem noch einen Seeadler auf einem Felsen im Meer, unterhalb der E10, als wir zurück nach Vestvågøy fuhren. Dort steuerten wir ein Einkaufszentrum an in Leknes an. Der dazugehörige Supermarkt war gut, die Stadt aber wenig attraktiv und das gastronomische Angebot sehr überschaubar. Wir begnügten uns daher mit den lieblos belegten Brötchen einer Bäckerei und machten uns auf den Rückweg. Weil es noch recht früh war, entschieden wir uns spontan für einen 8 km Abstecher von der E10 nach Haukland. Die Strecke führte an einem Fjord entlang. Der Hang war für die Lofoten eher untypisch nicht nur grün, sondern mit einem richtigen Mischwald bewachsen. Die Attraktion in Haukland ist der fast 2 km lange und bis zu 300 m breite Sandstrand, mit türkisblauem Wasser und einem steilen, bis zu 500 m hohen Bergmassiv im Hintergrund. Wir fuhren auch noch kurz durch einen Tunnel weiter zum Einöddorf Utakleiv. Bei grauem Himmel wirkte alles aber nicht sehr sehenswert. Auf der Rückfahrt zog sich der Himmel dann endgültig zu, es setzte Dauerregen ein und es begann zu stürmen. Nach Nordlichtern brauchten wir also keine Ausschau zu halten.

Auf den Lofoten kann das Wetter in wenigen Minuten wechseln. Darauf sollte man vorbereitet sein.

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