Diese niedliche Küken hat es gut. Es sitzt warm und kuschelig in Mamas Federn.

Die „Corona-Krise“ währt nun, Ende Juli 2020, schon vier Monate und ein Ende ist nicht abzusehen. Neben vielen anderen Umwälzungen, Stichwort Digitalisierung, hat das Virus auch dazu geführt das Reisen grundlegend zu verändern. Fernreisen sind bis auf Weiteres kaum möglich oder zumindest bei vielen Zielen mit hohen Infektionsraten nicht zu empfehlen. Also besinnen sich viele Leute auf ihre Heimat und stellen, bisweilen überrascht, fest, dass es auch dort viele lohnenswerte Orte und erstaunlich viel Natur zu entdecken gibt.

Unerwartete Begegnungen

Ich selbst habe in den vergangenen Monaten ebenfalls die Gelegenheit genutzt die Flora und Fauna in Bochum und im angrenzenden Ruhrtal genauer zu erkunden. Dabei konnte ich so manche schöne Entdeckung machen, mit der ich gar nicht unbedingt gerechnet hätte. Man muss nicht zwingend in die Ferne schweifen, um tolle Tierfotos zu machen. Statt Löwen in afrikanischen Nationalparks oder Tiger in indischen Schutzgebieten, habe ich unter anderem den Nachwuchs von heimischen Haubentauchern bewundern können. An einem anderen Tag hatte ich dann beim geduldigen Warten auf grasende Kaninchen ein kurzes „Speed-Date“ mit einem zögerlichen Reh, das sich letztendlich doch aus der Deckung heraus getraut hat. Mein persönliches Highlight war jedoch ein Mäusebussard, der sich als Ausguck einen knorrigen Baum ausgesucht hatte, der in einer Senke stand. So konnte ich diesem imposanten Greifvogel auf dem gegenüberliegenden Hang sozusagen „auf Augenhöhe“ gegenüber stehen und ihn durch diverse Büsche und Bäume hindurch eine ganze Weile in aller Ruhe beobachten.

Tolle Fotos

Und das Beste ist: Ich habe die Gelegenheiten auch für gute Fotos nutzen können. Wobei ich allerdings zugeben muss, dass dazu schon eine gewisse Ausrüstung erforderlich ist. Zum einen eine Kamera mit einem Sensor, der auch etwas höhere ISO-Einstellungen ohne allzu störendes Rauschen beherrscht. Zum anderen ein Teleobjektiv mit 500 mm Brennweite oder am besten noch ein wenig mehr. Damit steht dann aber spannenden Fotoexkursionen in die Natur vor der Haustür nichts mehr im Wege. Und aufgrund der langen Brennweite muss man auch gar nicht erst versuchen den Tieren so sehr auf den Pelz zu rücken, dass sie sich nachhaltig gestört fühlen.

Dieses Reh war scheinbar genauso neugierig wie ich, als wir uns unverhofft am Waldrand begegneten.

2 thoughts on “Wenn das Gute liegt so nah

  1. Hallo Stefan,
    finden wir echt super, dass auch du die Chance genutzt hast, Naturfotografie vor deiner Haustür zu machen. Man muß auch sagen, dass es sich echt
    ausgezahlt hat. Da hattest du ja echt Glück mit dem Haubentauchernachwuchs und dem Reh! Bezüglich der Ausrüstung geben wir dir Recht. Bei
    unseren scheuen Wildtieren sind 500 mm Brennweite oder mehr sehr hilfreich, außerdem ein schneller Autofokus und eine schnelle
    Serienbildaufnahmefunktion.

    Weiterhin viel Freude beim Einfangen der Naturmotive vor deiner Haustür. Wir werden definitiv auch dran bleiben 🙂

    Viele Grüße aus Niederösterreich von den Fotonomaden,

    Karin & Markus

    1. Hallo Karin, halle Markus,
      vielen Dank für Euren Zuspruch. Keine Frage, Glück gehört auch dazu, man muss eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, wie es so schön heißt. Ergänzend ist es natürlich auch hilfreich, wenn man von Fachkundigen ein paar Tipps für vielversprechende Locations bekommt. Auf das Naturschutzgebiet mit dem Reh und dem Mäusebussard bin ich beispielsweise durch einen Zeitungsartikel aufmerksam geworden.
      Stimmt, eine schnelle Serienbildfunktion und ein schneller Autofokus sind ebenfalls von Vorteil. Wobei man sich, falls ein Kamera-Neukauf geplant ist, auch die Funktion des Augenautofokus genau anschauen sollte. Wenn der auch bei Tieren funktioniert, wird das die Trefferquote sicher enorm erhöhen.

      Ich wünsche Euch auch weiterhin viel Spaß und Grüße zurück
      Stefan

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