9. Tag

Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster zeigte sich Nebel, der aber nicht in Form von kleinen Bänken malerisch in den Tälern stand, sondern die gesamte Landschaft in ein fahles Licht tauchte. Bald setzte sich aber die Sonne durch und wir fuhren bei blauem Himmel an San Gimignano vorbei nach San Miniato, der Tüffelstadt der Toskana, wo alljährlich im November an drei Wochenenden der größte Trüffelmarkt der Region stattfindet. Schon von weitem sichtbar war der Friedrichsturm von San Miniato al Tedesco. Die Oberstadt auf einem Bergrücken kam zu ihrem Beinamen, als der römisch-deutsche Kaiser Friedrich II sie 1218 befestigen ließ. Der historische Torre di Federico II wurde zwar von den Deutschen 1944 sinnlos gesprengt, aber 1958 wieder aufgebaut.

An Vinci vorbei, dem Geburtsort von Leonardo da Vinci, der dort 1452 das Licht der Welt erblickte, fuhren wir weiter nach Montecatini Therme. Italiens bekanntester Kurort ist etwas in die Jahre gekommen. Als wir abends an einigen Jugendstil-Hotels vorbei gingen, sahen wir passend dazu, dass dort nicht mehr unbedingt die betuchten Kurgäste früherer Tage logieren, sondern ganze Reisebusse mit Touristen aus Österreich, Polen und anderen Ländern, die von ihren Tagesausflügen heimkehrten.

Die prachtvollen Säulenarcaden der Therme Tettucio im Kurpark von Montecatini Therme erinnern an die besseren Tage des berühmten Heilbades.

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